Matjeshering

Matjes – ein ganz besonderer Fisch

Jedes Jahr im Frühsommer freuen sich viele Menschen auf einen ganz besonderen Fisch: Den Matjes. Aber was macht diesen „jungfräulichen Hering“ eigentlich so attraktiv und so schmackhaft, dass ein regelrechter Kult um ihn herum entstanden ist?

Fisch mit Geschichte

1395 fischte ein Mann namens Wilhelm Beukelzoon vor der holländischen Küste in der Nordsee nach Heringen. Da Fisch nur eine begrenzte Haltbarkeit hat, suchte Wilhelm Beukelzoon nach einer Möglichkeit, den Fisch zu konservieren und kam auf eine tolle Idee. Er schnitt jedem einzelnen Hering die Kehle durch, entnahm die Eingeweide bis auf die Bauchspeicheldrüse und warf die Fische in eine Tonne mit Salz. Der so gepökelte Fisch wurde haltbar gemacht und der Matjes war geboren. Seit dieser Zeit ist Matjes neben Tulpen und Käse der Exportschlager der Holländer. Noch heute wird Matjes auf diese Weise haltbar gemacht und noch immer muss ein Hering etwas Besonderes sein, um ein Matjes zu werden.

Nicht jeder Hering wird ein Matjes

Um ein Matjes zu werden, darf ein Hering noch keine Geschlechtsorgane ausgebildet haben, das heißt, er darf weder Milch noch Rogen haben. Der Fisch ist, wenn man so will, noch Jungfrau. Das hat seinen Grund, denn nur ein noch nicht geschlechtsreifer Hering hat einen sehr hohen Fettgehalt und ist aus diesem Grund so schmackhaft.

Woran erkennt man einen guten Matjes?

Matjes sollte immer so frisch wie möglich gekauft und auch gegessen werden. Einen wirklich frischen Matjes erkennt man an seinem festen Fleisch, das die Farbe von rosigem Marzipan haben sollte. Frischer Matjes darf nie nach Fisch riechen, sondern immer nur ein leichtes Aroma von Salzwasser und Algen haben. Gegessen wird Matjes übrigens, in dem man den Fisch am Schwanzende fasst, den Kopf weit in den Nacken legt und dann abbeißt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.